Straßenbahn-
erschließung
Pankower Norden
Ausgangssituation
Das Gebiet der Elisabeth-Aue ist eine vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche im Bezirk Pankow. Es war geplant, ein Stadtquartier mit bis zu 5.000 Wohnungen sowie weiteren Infrastruktureinrichtungen zu entwickeln. Diese Planung wurde verworfen; die im Jahr 2016 begonnene Untersuchung zur Erschließung des Gebietes mit der Straßenbahn wurde aber fertiggestellt.
Ziel der Untersuchung war es, umwelt-, stadt- und sozialverträgliche Lösungen für die Erschließung und Anbindung des Planungsgebietes zu finden. Das bezieht sich auf das Gebiet selbst sowie auf das Umfeld. Der Umweltverbund sollte gestärkt werden. Eine anvisierte Maßnahme ist die Anbindung des Gebietes an das Straßenbahnnetz. Dazu wurden verschiedene Varianten der Straßenbahnerschließung gezeigt und vergleichend bewertet.
Aufgabenstellung
- Aufzeigen und Bewerten von Trassenalternativen
- Ermitteln von Vorzugsvarianten für drei Planfälle
- Abschätzen der Potenziale
- Vorabschätzung zur Wirtschaftlichkeit einschließlich volkswirtschaftlicher Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU)
- Standardisierte Bewertung
Vorgehensweise
Aus der Trassenuntersuchung wurden drei Planfälle mit mehreren Varianten untersucht. Die Ermittlung der Vorzugsvariante erfolgte mit dem formalisierten zweistufigen Bewertungsverfahren. Für zwei Planfälle wurden Vorzugsvarianten begründet. Ein weiterer Planfall leitete sich aus der Kombination der beiden anderen Vorzugsvarianten ab.
Die Berechnung der Wirtschaftlichkeit erfolgte gemäß dem Verfahren der Standardisierten Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen des ÖPNV. Die Nachfrageprognosen wurden im qualifizierten Verkehrsnachfragemodell des Landes Berlin mithilfe der Verkehrsplanungssoftware PTV VISUM durchgeführt.
Aktualisierung der NKU
Die ursprünglich durchgeführte NKU wurde gemäß dem damals gültigen Verfahren der Standardisierten Bewertung 2006 gerechnet. Seitdem sind zwei Aktualisierungen des Verfahrens erfolgt, sodass nun die Version 2016+ die aktuell gültige ist. Die NKU sollte daher für zwei der drei Planfälle gemäß diesem Verfahren neu berechnet werden.
Dies umfasst neben der Aufzinsung und teilweise Neubewertung verschiedener Kosten- und Nutzenpositionen auf den neuen Preisstand auch die Berechnung und Monetarisierung der neu in das Verfahren aufgenommenen Nutzenkomponenten.
Darüber hinaus wurde zur Ableitung und Abbildung des Ohnefalls in PTV VISUM auf das aktualisierte Verkehrsmodell des Landes Berlin sowie ein neues Flächennutzungskonzept für die Elisabeth-Aue zurückgegriffen und mit wesentlichen Veränderungen des ÖPNV-Angebots im Ohnefall und in den Planfällen gearbeitet. Dementsprechend wurden auch die Nachfrageprognosen mit PTV VISUM neu berechnet und die Betriebskostenrechnungen für den ÖPNV entsprechend angepasst. Im Ergebnis liegt für das Projekt eine vollständige Standardisierte Bewertung nach Version 2016+ vor.
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